Neuer Internetauftritt der Psychosozialen Notfallversorgung im Malteser Hilfsdienst

Seit dem 1. Januar 2008 finden Sie unter der Adresse www.malteser-psnv.de den neuen Internetauftritt des Referates Psychosoziale Notfallversorgung im Malteser Hilfsdienst e.V.

Hier finden Sie Informationen über das System, die Tätigkeitsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten sowie über unsere Arbeit in den Dienststellen und Teams vor Ort. Derzeit befindet sich die Seite noch im Aufbau, nach und nach werden die Angebote und Informationen ausgebaut und umfangreicher werden.
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Neues Kriseninterventionsteam in Wildeshausen nimmt den Dienst auf

Ab dem 1. November 2008 nimmt ein weiteres Kriseninterventionsteam der Malteser den Dienstbetrieb auf.

Das neue Team in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg/Niedersachsen) wird dann Arbeit des bereits seit zehn Jahren bestehenden KIT der Malteser in Sandkrug ergänzen und in der Stadt Wildeshausen sowie den Gemeinden Dötlingen und Harpstedt Psychosoziale Unterstützung für Betroffene und Angehörige bei belastenden Ereignissen leisten.

Zur Gründung gratulierten der Bürgermeister der Stadt Wildeshausen, Dr. Kian Shahidi sowie Vertereter verschiedener Institutionen im Landkreis.

Die Nordwest-Zeitung (NWZ) berichtete über die Neugründung: www.nwzonline.de

Weitere Informationen:

Johannes Meyer (Diözesanreferent PSNV im Offizialatsbezirk Oldenburg): johannes.meyer@maltanet.de

Amtsgericht Dresden, tragischer Mord an schwangerer Mutter aus Ägypten vor den Augen ihres kleinen Sohnes und ihres Ehemanns, der ebenfalls lebensgefährlich verletzt wurde, weil er versuchte, seine Frau zu schützen...

Diese Schlagzeilen waren in der Presse überall zu lesen. Was nicht zu lesen war: Mitarbeiter des Rettungsdienstes Dresden erlebten diese schrecklichen Geschehnisse indem sie zum Einsatz gerufen wurden, um zu helfen. Mehrere Teams arbeiteten auf verschiedenen Stockwerken des Gebäudes parallel und miteinander, halfen dort wo sich Menschen befanden, sich hingeflüchtet hatten, die Hilfe benötigten. Leider konnte man der jungen Mutter trotz intensiver Reanimations- Bemühungen nicht mehr helfen...

Und danach?

Danach erfolgte Einsatzkräfte- Nachsorge durch das CISM- Team der Malteser Dresden in Zusammenarbeit mit dem ENT der Berufsfeuerwehr Dresden. Helfen, ohne Schlagzeilen zu machen. Wir helfen gerne.

Anschlag in Ansbach - SEG der Psychosozialen Unterstützung (PSU) Nürnberg in kürzester Zeit am Einsatzort

Bei dem heutigen (17.09.2009) Anschlag auf ein Gymnasium in Ansbach wurde durch die Rettungsleitstelle (RLSt) Nürnberg auf Anforderung der RLSt Ansbach die Schnelleinsatzgruppe PSU der Nürnberger Malteser angefordert. Die Alarmierung wurde um 10.30 Uhr ausgelöst; um 11.15 Uhr waren von den Maltesern Nürnberg sechs Einsatzkräfte mit Psychosozialer Ausbildung einsatzbereit. Die Rettungswache der Malteser war dabei auch Sammelpunkt für Notfallseelsorger aus Nürnberg die mit drei Einsatzfahrzeugen der Nürnberger Malteser nach Ansbach gebracht wurden.

Obwohl die PSNV-Fachkräfte der Nürnberger Malteser von der Einsatzleitung in Ansbach nicht zum Einsatz gebracht wurden, zeigte der heutige Tag, dass die SEG PSU in Nürnberg in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit hochqualifizierte Fachkräfte zum Einsatz zu bringen. Dank gilt hier auch der Rettungsdienstleitung und den Kollegen der Nürnberger Wache die es ermöglichten, dass ohne Reibungsverluste die PSNV- und KIT-Kräfte aus dem Schichtbetrieb ausgelöst und zum Einsatz gebracht werden konnten.

Erdbeben Haiti: Malteser Angebot: Psychosoziale Unterstützung für rückkehrende Einsatzkräfte und Journalisten
20.01.2010

Port-au-Prince/Köln. "Unsere Helfer mussten laufend die schrecklichsten Bilder verarbeiten, die man sich nur vorstellen kann. Zerstörung, Leichen, Verwesungsgeruch. Ein 24-stündiger Horrorfilm, der nur durch das aktive helfende Engagement zu ertragen ist,“ fasst Sören Petry, Bundeseinsatzleiter der Malteser für Psychosoziale Notfallversorgung, die Erlebnisse der Malteser Einsatzkräfte in Haiti zusammen. Er wisse, wie belastend Katastropheneinsätze sein könnten, und betont, dass das, was die Helfer jetzt zum Teil im Krisengebiet sehen und erleben müssen, jede Vorstellungskraft übersteige. „Wir stehen für die Helfer jederzeit zur Verfügung, werden da sein, wenn sie zurückkommen, damit sie auf uns zukommen können,“ so Petry weiter. Das Angebot gelte selbstverständlich auch für Journalisten, bekräftigt der Experte.
 
Die Fachkräfte der Malteser sind in dem weltweit bewährten "Critical Incident Stress Management, CISM" ausgebildet. Symptome, die nach derart belastenden Einsätzen auftreten können sind: Schlafprobleme, Ruhelosigkeit und ständige Gedanken an den Einsatz sowie Reizbarkeit oder Veränderungen im Sozialverhalten, das Familie und Freunde bemerken. Gehen diese Reaktionen in zwei bis vier Wochen nicht zurück, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch hier lassen die Malteser Helfer nicht allein. Durch die Kooperation mit dem Berufsverband deutscher Psychologen, BDP, stehen speziell ausgebildete Notfallpsychologen bundesweit zur Verfügung. Die Koordination von Anfragen übernimmt das Generalsekretariat der Malteser in Köln.
 
Sonderseite Malteser zum Erdbeben in Haiti mit Übersicht der Aktionen vor Ort und Einsatztagebuch von Prof. Dr. Runggaldier: www.haiti-helfen.de
 
Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Haiti auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Erdbeben Haiti
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

3. KIT-Symposium in Freising am 19. Juni 2010

Das Kriseninterventionsteam (KIT) Erding Freising e.V. veranstaltet am 19.6.2010 sein 3. KIT Symposium für ca. 200 Teilnehmer in der Universität Weihenstephan in Freising.

Das Symposium bietet  interessante und abwechslungsreiche Themen aus den Bereichen Betreuung von Kindern, Gerichtsmedizin, Verhalten bei Verbrechensverdacht sowie abwechslungsreiche Workshops. In diesen erfahren die Teilnehmer alles über Besonderheiten bei Großschadensereignissen, Zusammenarbeit und Kommunikation in Teams, Körpersprache, Bestattung und Bestattungsrecht oder plötzlicher Kindstod.

Die Teilnahmegebühr beträgt 24 EUR, weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des KIT Erding Freising und im Veranstaltungsflyer.

Fachtagung "Plötzlicher Kindstod"

Das Malteser Kriseninterventionsteam im Landkreis Vechta veranstaltet am Samstag, den 20. November 2010 von 09.00-16.00 Uhr eine Fachtagung zum Thema "Plötzlicher Kindstod". Die Fachtagung richtet sich an alle, die beruflich mit einem solchen Ereignis konfrontiert werden wie z.B.: Kriseninterventionsteams, Rettungsdienste, Seelsorger, Ärzte, Hebammen, Sozialarbeiter, Polizeibeamte, Bestatter, med. Fachpersonal, Beratungsstellen.

Veranstaltungsort: Ludgeruswerk, Mühlenstrasse 1, 49393 Lohne

Neben einer Kinderbetreuung, Infoständen, Musikdarbietung werden die Tagungsgäste ebenfalls mit Essen und Trinken versorgt.

Die Fachbeiträge bzw. die Referenten kommen aus den Bereichen: Rettungsdienst, Seelsorge, Gerichtsmedizin, Kinderheilkunde, Elternselbsthilfe usw. Fortbildungspunkte werden bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt.

Als Teilnahmegebühr werden 15,-€ im Voraus bzw. 20,-€ vor Ort erhoben.

Den Flyer zur Veranstaltung können sie hier herunterladen, das Plakat finden Sie in voller Größe hier.

Weitere Informationen: www.malteser-vechta.de

Trauerfeier Loveparade - Auch die Helfer trauern und brauchen Hilfe

31.07.2010

Köln/Duisburg. Sie halfen im und am Tunnel von Duisburg - zur Trauerfeier sind sie wiedergekommen. Viele Sanitäter der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst wollen mit den Angehörigen, Betroffenen und Besuchern trauern. 15 Malteser werden zum Beispiel in der Salvatorkirche Platz nehmen. Wie Helfer von allen Hilfsorganisation, Feuerwehr und Polizei hat die NRW-Staatskanzlei sie zum Gottesdienst eingeladen.

Mehr als zwei Drittel derjenigen Malteser, die vergangene Woche Dienst auf dem Güterbahnhof-Gelände leisteten, sind heute nach Duisburg gekommen. Bei der Loveparade haben sie reflexartig professionell geholfen, doch dann kamen die Fragen: nach dem Warum, dem eigenen Handeln in höchster Anspannung, nach dem "wie sonst". Fragen, die sich allen stellen, die heute vor den Groß-Leinwänden stehen oder zum Tunnel pilgern.

Deshalb leisteten und leisten die Malteser, wie andere Hilfsorganisationen auch, vor allem psychologische Hilfe:

Zum einen durch die Unterstützung der Angehörigen von Verletzten: Teams der sogenannten Krisenintervention (KIT) und das Sanitätspersonal der Malteser standen Menschen bei, deren Angehörige in Duisburg verletzt wurden. In den ersten Stunden der Ungewissheit waren die Malteser bei den Angehörigen, bis die Verletzten gefunden waren.

Zum zweiten durch die Unterstützung von Hinterbliebenen: Malteser KIT-Helfer begleiteten Angehörige gemeinsam mit Notfallseelsorgern und Psychologen in den schwersten Stunden direkt nach der Katastrophe. Sie stützten die Angehörigen, als sie über den Tod ihrer Kinder, Enkel oder Partner informiert wurden. Bei der heutigen Trauerfeier werden Malteser KIT-Helfer wiederum im Einsatz sein, um Angehörige und Hinterbliebene zu begleiten.

Zum dritten halfen die Malteser Augenzeugen in der Panik: Die, die die Szenen am Tunnel miterleben mussten, wurden im ersten Schock begleitet. Ihre Sprachlosigkeit wurde mit einem Gesprächsangebot versucht zu lösen, um die Erlebnisse zu verarbeiten. Menschen, die besonders betroffen und schwer traumatisiert waren, leiteten die Malteser an Psychologen am Heimatort weiter.

Zum vierten kümmerten sich die Malteser um ihre eigenen Einsatzkräfte, die am vergangenen Samstag als Sanitäter oder Arzt Erste Hilfe leisteten: Einsatzkräfte brauchen zum Beispiel besonders den Austausch mit ihren Kollegen, die die Situation vor allem fachlich einschätzen, die Gedanken ihrer Kollegen verstehen können. Nach dem Einsatz wurden die Kräfte auf mögliche Reaktionen wie Unruhe, Schlaflosigkeit und Verspannungen hingewiesen. Danach können sie über die Hotline (0221) 98 22 828 jederzeit eine Einsatznachsorge erhalten. Dabei wird darauf geachtet, dass die Helfer vor Ort von psychologischen Fachleuten betreut werden. Helfer, die nach dem Einsatz nach Hause fahren, werden auch dort begleitet.

Zum fünften werden auch die KIT-Teams selbst betreut: Das Begleiten schwer seelisch belasteter Menschen ist für sie ebenfalls eine große Herausforderung. Sie können über eine Hotline die Hilfe ausgebildeter Psychologen in ihrer Stadt in Anspruch nehmen. Ziel aller Hilfsangebote für die Einsatzkräfte ist es, sie für den nächsten Hilfseinsatz zu stärken. Duisburg hat gezeigt, dass selbst aus einer großen Feier ein Einsatz auf Leben und Tod werden kann.

Hotline für die Einsatzkräfte-Nachsorge: (0221) 98 22 828

Psychosoziale Unterstützung