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Zehn neue Ehrenamtliche in der Krisenintervention

Fotos Jürgen Zimmer

Todesnachrichten überbringen, Angehörige nach einem Suizid innerhalb der Familie betreuen, Eltern beistehen, die ein Kind verloren haben – die Themen, mit denen Kriseninterventions-  teams (kurz: KIT) umgehen, könnten schwerer nicht sein. Dennoch entscheiden sich viele ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter von Hilfsorganisationen dafür, in einem KIT mitzuwirken. Dafür ist vorher eine umfassende spezielle Ausbildung notwendig, die die Malteser in regelmäßigen Abständen an verschiedenen Standorten anbieten.
Am vergangenen Sonntag, 21. Mai, haben vier Teilnehmer aus Ahrensburg und sechs aus Lübeck diese erfolgreich abgeschlossen. Der Lehrgang fand in Ahrensburg statt, startete Mitte Februar und lief über vier Wochenenden. Die Teilnehmer hatten sich in diesem Zeitraum unter anderem mit den Aufgaben und Grenzen der Krisenintervention, mit Organisationsstrukturen eines KIT, den therapeutischen Möglichkeiten, der Psychotraumatologie und auch der Gesprächsführung in Einzel- und Gruppensituationen befasst.
Die vielfältigen Inhalte wurden den Teilnehmern in Unterrichtsgesprächen, Rollenspielen und Gruppenarbeiten vermittelt. Um die Theorie mit der Praxis zu verbinden, wurde an vielen Einsatzbeispielen aus dem Kriseninterventionsalltag der hilfreiche Umgang mit Betroffenen und Angehörigen praktisch trainiert. Jetzt steht für die Absolventen des Kurses ein Praktikum in einem Kriseninterventions-Team an. Unter Anleitung eines erfahrenen KIT-Mentors, soll in praktischen Einsätzen das vorher Erlernte praktisch angewandt werden, um Sicherheit zur selbstständigen und eigenverantwortlichen psychosozialen Betreuung von Betroffenen und Angehörigen erhalten.
Weitere Informationen zur KIT-Fortbildung bei Claus Dschüdow, Tel. 040/209408-53, claus.dschuedow(at)malteser(dot)org

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Augsburg: Krisenintervention wird 20

Seit 20 Jahren sind Ehrenamtliche von Rotem Kreuz und Maltesern in Augsburg unterwegs, um Menschen in besonderen Krisen, etwa wenn sie vom überraschenden Tod eines Angehörigen erfahren haben oder Zeugen eines schweren Unfalls wurden, beizustehen.

Am Wochenende gab es eine Feierstunde im Rokokosaal der Regierung von Schwaben. „Die Krisenintervention ist eine unschätzbare Hilfe für Menschen nach einem besonders belastenden Erlebnis“, so Günter Gsottberger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen. Allein in Augsburg wurden seit Bestehen tausende Betroffene betreut. Auch nach dem Amoklauf in München oder dem Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall waren Augsburger Helfer vor Ort. Bei der Feierstunde sprach Diakon Andreas Müller-Cyran, Begründer der Krisenintervention in Bayern. Die ehrenamtlichen Leiterinnen Andrea Amador (Rotes Kreuz) und Steffi Briglmeir (Malteser) nahmen die Ehrungen stellvertretend für die 32 Helfer, die rund um die Uhr bereitstehen, entgegen. (skro)

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Paderborn - Erzdiözese: Drei Helfer zu CISM-Kräften weitergebildet

Erzdiözese Paderborn. Ab sofort stehen für alle Malteser Kollegen in der Erzdiözese Paderborn drei Helfer bereit, die sich im Bereich Einsatznachsorge qualifiziert haben. Yvonne Deimel, Julia Blume und Uwe Heidemann haben sich über mehrere Wochen zusammen mit Ehrenamtlichen aus dem gesamten Bundesgebiet ausbilden lassen. „Es ist wichtig, dass unsere Helferinnen und Helfer wissen, an wen sie sich nach einem schwierigen Einsatz wenden können", so Kim Alexander Vogt, Leiter Einsatzdienste der Diözese Paderborn. 

Einsatznachsorge- oder CISM-Teams werden bei und nach besonders belastenden Einsätzen aktiv. Sie können sowohl Führungskräften beratend zur Seite stehen, als auch bei einzelnen Helfern oder Gruppen während oder nach einem Einsatz intervenieren. CISM-Kräfte der Malteser werden nach internationalen Richtlinien ausgebildet und arbeiten in Teams, die überregional tätig sind.


Darüber hinaus steht jeder Einsatzkraft natürlich noch rund um die Uhr die Telefonhotline zur Einsatznachsorge zur Verfügung: 0221 / 9822-828.

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Seminar zur Einsatznachsorge

Es waren interessante, aber auch anstrengende Tage, die zwölf motivierte Helfer und Helferinnen im Schloß Fürstenried bei München zubrachten. An zwei Wochenenden wurden die ehrenamtlichen Malteser für den Einsatz im Bereich Einsatznachsorge ausgebildet. Die Dozenten Sören Petry und Clivia Langer freuten sich über die gemischte Truppe. „Bei der Einsatznachsorge ist es wichtig, dass die Helfer mit den potentiell belasteten Einsatzkräften auf Augenhöhe sind,“ sagt Sören Petry. „Um so mehr freue ich mich über die unterschiedlichen Fachkräfte“, so Petry weiter. Neben Rettungssanitätern, Rettungshelfern und Betreuungshelfern waren auch eine Notärztin und Flüchtlingshelfer in der Gruppe vertreten. Eingesetzt werden die ausgebildeten Peers vornehmlich in ihrer Region. Bei Großeinsätzen oder Bedarf reisen die Peers aber auch quer durch die Republik um Kollegen nach schweren Einsätzen zur Seite zu stehen.
Sie haben Fragen zur Einsatznachsorge oder haben Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Maltesern? 
Sie brauchen Hilfe nach einem belastenden Einsatz? Dann scheuen Sie sich nicht die 24-Stunden Hotline des Malteser Hilfsdienstes anzurufen. Tel. 02 21 – 98 22 828
Maike Heggblum

Gröbenzell: Teddybären für das Kriseninterventionsteam

Zum Beginn der Adventszeit hat das Gröbenzeller Kriseninterventionsteam (KIT) über 50 bärige Tröster in Empfang genommen. Brigitte Staudigel und Helga Seemüller aus Fürstenfeldbruck haben das ganze Jahr gearbeitet, um Betroffenen im Krisenfall einen tröstenden Teddybären in den Arm drücken zu können. Jeder Bär ist ein Unikat und wird in liebevoller Handarbeit von bis zu zehn Stunden angefertigt. Die Teddybären sind immer an Bord des KIT-Einsatzbusses und können ein starker Tröster sein in Situationen, in denen plötzlich nichts mehr so ist wie es einmal war.

Info: Julia Krill julia.krill@malteser.org

Preith: Unfälle im Gleisbereich - Thementag der Notfallseelsorge

Unfälle im Gleisbereich gehören mit zu den anspruchsvollsten Einsätzen der Notfallseelsorge und Krisenintervention und stellen höchste Ansprüche an die Mitarbeitenden. Zum ausgebuchten Thementag des Fachbereichs Krisenpastoral dazu kamen 25 Teilnehmer aus Notfallseelsorge und Krisenintervention aus der Diözese Eichstätt und den angrenzenden Landkreisen. Um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, übernahm der Malteser Hilfsdienst OV Preith e.V. die fachliche Leitung und wurde unterstützt von Gastreferenten der Deutschen Bahn, der Bundespolizei und der Kriminalpolizei. Insbesondere der Vortrag eines Lokomotivführers fesselte die Anwesenden und gab tiefe Einblicke in die Situation nach einem Unfall im Gleisbereich.

Info: Helmut Scheuerer hscheuerer@t-online.de

Soziale Ansprechpartner (SAP) im Malteser Hilfsdienst

Im Rahmen der Mitarbeiterfürsorge und um ein positives Arbeitsklima zu stärken bieten Soziale Ansprechpartner in Zukunft auf den Dienststellen des Malteser Hilfsdienstes ratsuchenden Kolleginnen und Kollegen z. B.  bei Burnout , Mobbing, Suchterkrankungen und anderen psychosozialen Problemen gezielte Hilfestellung an.

Detaillierte Informationen zum Sozialen Ansprechparnter im Malteser Hilfsdienst finden Sie hier.

Kontakt

Malteser Hilfsdienst e.V.
Referat Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)

51103 Köln
Tel. (0221) 9822-388
Fax (0221) 9822-369
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